Ich liebe die Natur und die vielen kleinen Details, an denen wir doch viel zu oft achtlos vorbei laufen. Manchmal halte ich die Augen besonders für diese meist ganz normalen, unspektakulären Dinge offen und versuche, damit ein schönes, ansprechendes Bild zu machen. Fotografieren Sie selbst manchmal auch? Wenn ich Sie mit meinen Bildern ein bisschen inspirieren kann, würde mich das sehr freuen. Auch ein Feedback als Kommentar auf dieser Seite ist jederzeit willkommen.
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Ich freue mich, wenn Ihnen das eine oder andere Motiv gefällt. Diese Bilder sind bei mir als Kunstdruck (Fine Art Print) auf diversen Materialien erhältlich und schmücken Büroräume genau so wie heimische Wände.
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Das Wetter und die Temperaturen dieser Woche machten es deutlich: Der Frühling 2011 ist definitiv angekommen. Gerne sage ich dem Winter mit diesen Fotos auf Wiedersehen – und freue mich auf einen farbenfrohen Frühling.
Tipp: Ich habe diese Bilder extra mit 2048 Pixel Bildbreite publiziert (mach ich sonst nie). Wenn vor dem Anklicken das Browserfenster maximiert wird, offenbart sich dem Betrachtenden die ganze Schönheit dieser Naturbilder. Fototechnik-Interessierte lesen zudem die Anmerkungen unter diesen vier Bildern.
Wer kennt Capture One Pro 6?
Ich habe für diese Bilder einen RAW-Konverter hervor genommen, den ich die letzten zwei Jahre aus workflow-technischen Gründen beiseite liess: Capture One Pro der Firma Phase One. Ich muss gestehen, in der aktuellen Version 6 ist seit der mir zuletzt bekannten Version 3.7 einiges gegangen. Für mich war Capture One seit eh und je der beste RAW-Konverter mit ungeschlagener Detailwiedergabe, feinsten Tonwertabstufungen und einer praktisch artefaktfreien Nachschärfungsfunktion. Jedoch war das Programm früher für einen effizienten Workflow kaum zu gebrauchen. Das hat sich stark geändert. So sind heute z.B. nicht-destruktive Nachbearbeitungen mit Pinseln (zur selektiven Bildverbesserung, und diese erst noch in einzelnen Ebenen nutzbar wie bei Photoshop!), ein überzeugendes S/W-Modul, professionelle Perspektivenkorrekturen (bei stürzenden Linien) sowie gute Web- und Druckfunktionen u.v.m. genau so enthalten wie in den «bekannten Verdächtigen» Adobe Lightroom oder Apple Aperture. Capture One ist für mich somit wieder ins Rennen gekommen. Wer sich auch dafür interessiert, kann auf der Webseite eine 30tägige, voll funktionsfähige Testversion herunterladen.
Capture One gewinnt gegen «grosse Bekannte»
Für diesen Artikel habe ich alle vier hier gezeigten Bilder einzeln mit Capture One, Adobe Lightroom und Apple Aperture konvertiert und so optimiert, wie ich sie im Endresultat haben wollte. Gewonnen hat diesen kleinen, internen Vergleich Capture One, und zwar deutlich. Die Herausforderungen bei diesen Bildern waren ein recht hoher Dynamikumfang (von dunklen Schatten bis zu hellen, zarten Lichtern des einfallenden Sonnenlichts), die von mir geforderte hohe Detailzeichnung, sehr fein abgestufte Tonwerte in den Schattenbereichen (v.a. im verschneiten Waldboden), eine Nachschärfung ohne störende Artefakte und ein möglichst plastisch anmutender Gesamteindruck (im Ggs. zu flach anmutenden Bildern). Capture One meisterte diese Liste von Anforderungen mit Abstand am besten. Die Grundlage waren Rohdateien aus einer Leica M9 (Format DNG).
Wohl verstanden: Unter Einsatz von Adobe Photoshop wäre sicherlich auch mit Lightroom/Aperture ein ähnliches Resultat zu erzielen gewesen. Aber ich wollte wissen, wie viel die drei RAW-Konverter von sich aus schon leisten.
Ich wage mal eine Aussage: Sehr viele Bilder, denen wir heute begegnen, sind «überkontrastriert». Ups… ob es dieses Wort wirklich gibt? Was ich sagen will, ist, dass Bilder oft zu viel Kontrast aufweisen. Ob das mit dem allgemeinen «möglichst-laut-und-grell-Trend» zu tun hat? Mag sein.
Fakt ist, dass die Auto-Optimierungseinstellungen vieler Bildbearbeitungsprogramme, einschliesslich den Profi-Anwendungen wie Lightroom oder Photoshop, den Bildern für meinen Geschmack zu viel Kontrast hinzufügen. Deshalb ist von diesem bequemen «Auto-Button» eher abzuraten. Wenn es um eine subtile Tonwertabstufung geht, ist diese Automatisierung nahezu unbrauchbar.
Es gibt Motive, denen zu viel Kontrast nicht gut tut, ja sogar die eigentliche Bildstimmung verloren gehen kann. Ein Beispiel dafür ist dieses winterliche Foto, bei dem ich den Kontrast sogar noch zurück genommen und etwas Aufhelllicht (Fülllicht) beigegeben habe. Dank diesem manuellen Eingriff sieht man in den Wald hinein (verschneite Baustämme) und das Schneetreiben ist gut erkennbar. Die ganze Stimmung kommt so herüber, wie sie auch war. Solche Motive sollten feinfühlig bearbeitet und nicht per Auto-Optimierung «totgemacht» werden.
Manuelle Nachbearbeitung in Lightroom mit weniger Kontrast:
Die diffuse Stimmung am Aufnahmeort bleibt erhalten. Der verschneite Wald wird sehr detailliert dargestellt, man kann sogar in ihn hinein sehen. Das Schneetreiben ist deutlich sichtbar.
RAW-Konvertierung in Lightroom mit automatischer Tonwertkorrektur:
Das Bild wird durch überhöhten Kontrast sozusagen «gecleaned», der Eingang zum Wald wird fast schwarz. Das Bild verliert an Differenzierung, in diesem Fall damit leider auch an Stimmung.
Was ist eure Meinung dazu?
Wie haltet ihr es mit den Kontrasten? Was haltet ihr von den Auto-Optimierungsfunktionen der Bildbearbeitungsprogramme? Feedback hier im Blog jederzeit willkommen und erwünscht.
Der kleine, aber feine Gipfel des «Männlichen» im Berner Oberland (2342 M.ü.M.) ist zwar nicht besonders hoch, bietet aber trotzdem ein wunderschönes Alpenpanorama. Von der Bergstation der Gondelbahn (von Grindelwald) bzw. der Schwebebahn (von Wengen) erreicht man diesen Aussichtspunkt auch im Winter zu Fuss in nur 20 Minuten.
Eine Bearbeitungsmöglichkeit mit Photoshop wäre, die Schärfentiefe des Hintergrunds zu reduzieren, wie nachfolgend gezeigt. Das bringt noch mehr Dreidimensionalität ins Bild. Wenn man es etwas länger ansieht, wirkt der Abgrund vor den zwei Touristen schon fast bedrohlich. Diesen Effekt sollte man – wie eigentlich alles in der Bildbearbeitung – jedoch nicht übertreiben, da es sonst unnatürlich wirkt.
Welche Variante einem besser gefällt, ist letztlich Geschmacksache. Beim ersten Bild ist das eingangs erwähnte Alpenpanorama für die Bildbetrachtenden auch wirklich gut sichtbar, die zweite Variante wirkt dafür etwas «dramatischer», was der Bildaussage auch nicht unbedingt schadet.
Was ist eure Meinung? Welche Bildvariante würdet ihr bevorzugen? Teilt eure Ansichten hier im Blog!