Kürzlich durfte ich für SWICA neue Werbefotos produzieren. Genauer gesagt ging es um Bilder für das santémed Gesundheitszentrum in Zürich, welches auch die Location für das Shooting war. Für einmal – und das ist eher ungewöhnlich – bestanden kundenseitig sehr klare Vorstellungen darüber, wie die neuen Marketingbilder auszusehen haben. So führte eine Mitarbeiterin der Werbeabteilung von SWICA während des von ihr minutiös vorbereiteten Shootings die Regie: Räume, Hintergrund, Posen, Gesichtsausdrücke und vieles mehr wurde vor Ort im Detail arrangiert – und trotzdem mussten die Aufnahmen authentisch und natürlich wirken.
Für mich als (kreativen) Fotografen war das einmal eine andere Art, Bilder zu produzieren. Die Zusammenarbeit war angenehm, hektisch, humorvoll, anstrengend – der ganz normale Alltag im Fotobusiness eben. Mit Visagistin, Assistent und der mobilen Blitzanlage inklusive Zubehör wie Aufheller usw. waren wir einen ganzen Tag lang konzentriert am arbeiten. So macht Fotograf sein richtig Spass.
SWICA verwendet die neuen Bilder im Internet und für verschiedene Drucksachen, wie z.B. auch für den aktuellen Geschäftsbericht. Ich danke SWICA herzlich für den Auftrag und die tolle Zusammenarbeit und das tolle Feedback, das ich entgegennehmen durfte:
«Entgegen allen Erwartungen hatten wir am Ende des Tages alle Motive im Kasten: 15 qualitativ hochwertige Werbefotografien, aufgenommen in unseren eigenen Räumlichkeiten. Didi Bachmann und seine Mitarbeiter haben gezeigt, dass gute Bilder keine Frage des Zufalls sind: Dank dem Erfahrungsschatz, der professionellen Ausrüstung und den motivierten Mitarbeitern von bildwerkstatt.ch sind aus dem Shooting starke Bilder entstanden, die unsere hohen Qualitätsansprüche erfüllen.»
- Tobias Nussbaum, Fachspezialist Unternehmenskommunikation, SWICA Gesundheitsorganisation, Winterthur
Weitere Fotos aus diesem Business-Fotoshooting für SWICA finden sich im Portfolio.
Das klassische Business-Portrait.
Vorteile: Vergleichsweise kostengünstig.
Nachteile: Eher langweilig, so machen es viele. Keine Differenzierung von Mitbewerbern.
Die wohl meisten Unternehmen präsentieren sich mit dem klassischen Businessportrait bzw. Businessfoto. Freundlich lächelnde Gesichter sollen auf der Webseite potenzielle Kunden einladend begrüssen. Soweit so gut, falls das Portrait im Fotostudio beim Fotografen oder mit einer professionellen Ausrüstung direkt vor Ort beim Kunden inszeniert wird. Das oben gezeigte Bild z.B. entstand in den Räumen des Kunden. Aus Marketingsicht ist von amateurhaft produzierten Fotos auf der Firmen-Homepage unbedingt abzuraten. Die vermeintliche Kosteneinsparung dank dem firmeninternen Hobby-Fotografen verkehrt sich schon bald in Hohn und Gespött des Marktes, selbstverständlich hinter vorgehaltener Hand. Diese Kostenrechnung geht deshalb definitiv nicht auf: Schlecht gemachte Mitarbeiterportraits kosten das Unternehmen schon bald ein Vielfaches vom Fotografenhonorar.
Die authentische Firmenreportage.
Vorteile: Wirkt lebendig und ehrlich. Guter Ansatz für einen eigenständigen Marktauftritt.
Nachteile: Etwas aufwändiger als Studioportraits, dafür um ein Vielfaches wirksamer.
Eine weitere, leider viel zu wenig genutzte Möglichkeit für Mitarbeiterfotos auf der Firmen-Homepage sind sog. «authentische Businessportraits». Sie wirken frisch, lebendig und ehrlich, alles sehr wichtige Attribute für eine erfolgreiche Kundengewinnung und Kundenbindung. Solche Bilder entstehen immer direkt am Arbeitsplatz der Mitarbeitenden bzw. vor Ort im Unternehmen (drinnen oder draussen). Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden keine Szenen gestellt, sondern die Menschen werden während der Ausführung ihrer tatsächlichen Arbeit fotografiert. Wenn die Lichtverhältnisse es zulassen, wird auf stimmungstötendes Blitzlicht verzichtet. Meistens arbeite ich für solche Aufnahmen mit meiner Vollformat-Sucherkamera mit 18 Megapixeln – genug für Prints bis ca. A3 und für’s Internet sowieso mehr als genug. Dank der im Vergleich zu DSLRs deutlich kleineren Abmessungen der Kamera und der Objektive erschrecken die Leute nicht, wenn man auf sie «zielt». Wenn ich vor Ort für ein Unternehmen authentische Mitarbeiterportraits in dieser Art produziere, bemerkt mich die Belegschaft schon nach kurzer Zeit kaum noch. Das ist genau das, was man möchte, um zu natürlich wirkenden Portraits zu kommen.
Das Berufsportrait im Kontext.
Vorteile: Gute Ergänzung zu authentischen Businessportraits. Verstärkte Marketingaussage.
Nachteile: Erhöhter Produktionsaufwand, der sich letztlich aber bezahlt macht.
Noch stärker wird die Bildaussage, wenn das Businessportrait nicht isoliert fotografiert, sondern in den Kontext der Tätigkeit gestellt wird. Als Bildbeispiel dafür dient das Portrait dieses Piloten vor seinem Flugzeug. Wer würde am Berufsstolz und der Motivation dieses Piloten zweifeln? Als Fluglehrer strahlt er Souveränität und Professionalität aus, was mir als potenzieller Flugschüler das nötige Sicherheitsgefühl vermittelt. Solche Portraits sind für fast alle Berufe und Tätigkeiten möglich und mit vernünftigem Aufwand zu realisieren. Sie verlangen allerdings nach einem sicheren Gespür des Fotografen für die Bildgestaltung. Berufsbilder dieser Art lassen sich auf der Website des Unternehmens sehr gut mit den vorstehend genannten, authentischen Business-Portraits kombinieren und ergeben im gekonnten Zusammenspiel ein ganzheitliches Firmenportrait, das zu überzeugen vermag. Und das muss letztlich das Ziel jedes kommerziellen Fotoshootings sein.